Haus der Heimat bis 1943 - Woltersdorfer Verschönerungsverein

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Museum
Haus der Heimat bis 1943

Rektor i.R. Max Haselberger ( 1868 – 1944 ) verdanken wir die Ortschronik
Woltersdorf – Die 700jährige Geschichte eines märkischen Dorfes.
Es gibt weitere interessante Dokumente zur Geschichte Woltersdorfs im sogenannten "Haselberger Nachlass".

Gerald Ramm, Mitglied des Verschönerungsvereins hat nachgeforscht und niedergeschrieben. In seinem Buch Woltersdorf – Ein Dorf im Dritten Reich können Sie ausführlich die Aufzeichnungen Haselbergers zur Kulturarbeit in den Jahren von 1923 bis etwa 1937 nachlesen. Sie erfahren, welchen Beitrag der Woltersdorfer Verschönerungsverein zur Einrichtung eines Heimatmuseums leistete.

Auszugsweise einige Fakten:
Die umfangreiche Urnensammlung des Woltersdorfer Prähistorikers Hermann Busse ( 1846 – 1920 ) sollte in einem Heimatmuseum untergebracht werden. Als geeigneter Ort hierfür wurde das alte Mühlengebäude der Wassermühle (Pächter Gastwirt Max Behle ) an der Schleuse gefunden.

"Am 8. Mai 34 wurde folgender Aufruf erlassen: „Unser Haus der Heimat ist im Werden!“ Es soll mehr sein als ein Heimatmuseum, es soll eine Stätte der Freude und Belehrung in der Heimatkunde werden..."
Zitat: G. Ramm, Woltersdorf – Ein Dorf im Dritten Reich.

Am 30. Juni 1934 wurde das Haus der Heimat eröffnet. Das Heimatmuseum wurde ständig erweitert.
Besonders verdient gemacht hat sich der Woltersdorfer G.W. Forch

"Die Führung von größeren Gruppen liegt wie bisher ehrenamtlich in den Händen von Georg Walter Forch, Werderstraße 28 und Max Haselberger, Buchhorsterstrase 4...."
Zitat: G. Ramm, Woltersdorf – Ein Dorf im Dritten Reich.
Nachdem 1943 in den oberen Räumen eine Außenstelle des Reichskriegsfilmarchivs aus Berlin untergebracht wurde, traf zielsicher wenige Monate später in der Nacht vom 23. zum 24.12.1943 eine englische Brandbombe das Gebäude. Viele wertvolle Exponate wurden vernichtet. Einige gerettete Gegenstände befinden sich heute im neuen Heimatmuseum des Verschönerungsvereins, so zum Beispiel eine alte Bibel von 1702, Nürnberger Ausgabe. Sie wurde all die Jahre von den Bürgermeistern der Gemeinde Woltersdorf sicher aufbewahrt und dann vom BM Wolfgang Höhne im Jahre 2010 dem Woltersdorfer Verschönerungs- verein übergeben.
Das Gebäude wurde zu DDR-Zeiten 1953/54 als Wohnhaus wieder ausgebaut, es gehörte dem Wasserstraßenhauptamt Berlin.
Nach 1990 verkauft, baute ein Privatinvestor die Wohnungen neu aus.


Autor: Gisela Schuldt, WVV
Quelle: G. Ramm, Woltersdorf – Ein Dorf im Dritten Reich.

 
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