neuer Turm - Woltersdorfer Verschönerungsverein

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Aussichtsturm > Der Turm
Wir schreiben das Jahr 1960.

Charlotte Matzdorf ist Bürgermeisterin und prägt entscheidend die Entwicklung Woltersdorfs zu einem in der DDR bekannten Erholungsort vor den Toren Berlins. Woltersdorf soll attraktiver werden – die Wiedererrichtung eines Aussichtsturmes in den Kranichsbergen wird von der Gemeindevertretung beschlossen. 

Der alte Standort des 1945 abgefackelten Turmes kommt nicht mehr in Frage, die Fläche für einen größeren Turm ist zu klein. Außerdem befindet sich auf dem höchsten Punkt der Kranichsberge ein Trigonometrischer Punkt (TP) des Kartographischen Instituts. Dieser TP (Hochpunkt) dient der Landesvermessung. Daher der jetzige Standort.

Woltersdorf zählt zur "Perle des Randgebiets von Berlin" – so wird der Bau des neuen Aussichtsturmes von Berlin mit 60TM gefördert. Das Projekt und die Statik werden vom Bauingenieur Rudolf Post in ehrenamtlicher Tätigkeit angefertigt. Die Bauausführung soll Zimmermeister Willi Hildebrandt übernehmen. Aber wie kommen wir zu einer Baugenehmigung für unseren neuen Turm in der eigentlich nicht mehr genehmigungsfähigen Holzbauweise? Für diese Fragen zeichnet das Sachgebiet Bau der Gemeindeverwaltung verantwortlich, also ich. Lesen Sie bitte hierzu Einzelheiten in unserer Broschüre 130 Jahre Woltersdorfer Verschönerungsverein.


1961 erfolgt die Grundsteinlegung, 1962 die Einweihung.

Technische Daten des Turmes: 102 Meter über dem Meeresspiegel, 25 Meter hoch, ca. 80 Kubikmeter Holz, 3,6 Tonnen Stahl, 90 Treppenstufen.

Für die Öffentlichkeit ist der Turm ab Ende der 70er Jahre nicht mehr zugänglich, die Staatssicherheit übernimmt den Turm zu Nachrichten dienstlichen Zwecken. Erst 1990 kann eine Sanierung und Wiedereröffnung erfolgen. Der Woltersdorfer Verschönerungsverein schließt mit der Gemeindeverwaltung Woltersdorf einen Nutzungsvertrag.

Nun ist der zweite "Hölzerne Riese" wieder ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus Nah und Fern. Wir wünschen allen Gästen viel Freude beim Besteigen des Turmes, möge er noch viele, viele Jahre hoch über den Wipfeln der Kranichsberge zu sehen sein.

Gisela Schuldt, WVV (u. 1960 verantwortlich für Materialbeschaffung des neuen Turmes)
 
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